Hysterie Digitalisierung?

Oder es ändert sich alles?

Warum wird sich die Organisation, die Kultur und die Führung in den Unternehmen verändern?

Das liegt nicht allein am viel diskutierten digitalen Wandel. Es gibt eine ganze Reihe von Veränderungen, die sich auf die Führungsarbeit auswirken werden. Viele Unternehmen müssen schneller, flexibler und innovativer werden. Das ist auch eine Führungsaufgabe.

Die Digitalisierung ist nur ein Teil der Veränderungen

 

Wir befinden uns im Zeitalter großer Veränderungen und was dabei am Ende raus kommt, ist ungewiss.

Was vor lauter „digital“ inzwischen etwas in den Hintergrund geschoben wurde, sind die anderen Trends und Entwicklungen, die für sich oder in der Kombination erst den Wandel verursachen. Wir haben nicht nur ein Thema Technologie.

Es gibt:

  • die Globalisierung,
  • der Wettbewerb auf den Märkten,
  • der rasante technologische Wandel,
  • die Veränderungen in  unserer Gesellschaft,
  • das Thema Umwelt,
  • eine Vielzahl von grundlegenden Paradigmen-Wechseln im Management,  in der Organisation, in der Führung,
  • der Wettbewerb am Arbeitsmarkt,
  • Zuletzt gibt es zumindest in den westlichen Ländern eine Veränderung des Menschen und seiner Haltung zur Arbeit vielfach mit dem Begriff Individualisierung oder Generation Y belegt.

Die Veränderung wird fundamental sein. Es gibt auch schon ein Wort dafür: Disruptiv.

Eins ist klar, diese Änderungen werden sich nicht aufhalten lassen. Unsere Welt wird komplexer, schneller und gleichzeitig unvorhersehbarer und unsicherer.

Sie als Unternehmer oder Führungskraft müssen sich diesem Wandel stellen.  Die Veränderungen werden in jedem Unternehmen anders aussehen. Es gibt dafür kein Patentrezept. Jede Firma wird ihren eigenen Weg finden müssen, sich den Herausforderungen zu stellen.

Die Unternehmen stecken mittendrin im Wandel …

… ob sie es wollen oder nicht. Und das hat Folgen für die Kultur und das Arbeiten in den Unternehmen. Eine kleine Auswahl der Effekte:

  • Das traditionell, klassische Bild eines Top-Managements, welches die Geschicke des Unternehmens lenkt und steuert, löst sich auf.
  • Hierarchien werden in Frage gestellt, das Handeln und Denken in Bereichen wird aufgebrochen werden. Es wird mehr in Netzwerken gedacht. Flexibilität, Offenheit und Transparenz wird gefordert.
  • Aus Management wird Leadership. Das Modell Planung und Kontrolle muss sich anpassen, es gilt das Experiment, das Ausprobieren, das schrittweise Vorantasten und immer wieder neu in kleinen Schritten zu planen.
  • Die Kultur des Arbeitens und der Zusammenarbeit verändert sich,
  • Es ist die Rede davon, digitaler und agiler zu werden. Menschen sollen stärker eigenverantwortlich und autonomer arbeiten.

So richtig klar, was am Ende daraus werden wird, ist man sich noch nicht.

All diese Veränderungen prallen auf die aktuelle Unternehmenswelt, die oft ratlos auf die Veränderungen schaut. Viele Aktivitäten werden gestartet. Manche führen unternehmensweit hierarchieübergreifend das „Du“ ein, Krawatten werden verbannt. Büro-Räume werden offener und bunter gestaltet. Doch wer erfolgreich im Wandel bestehen möchte, muss mehr tun.

Veränderung braucht ein planvolles Vorgehen und einen langen Atem.

Was oft übersehen wird, ist das Menschen und Organisationen Zeit brauchen, um sich auf Veränderungen einzustellen. Die Veränderungen finden in allen Ebenen und Bereichen des Unternehmens gleichzeitig statt. Es entsteht viel Unsicherheit und Menschen suchen nach Orientierung. Naturgemäß gibt es Widerstand und große Beharrungskräfte.

Eine Veränderung in den Unternehmen und damit der Menschen im Unternehmen braucht ein konsequentes, strukturiertes, umfassendes Vorgehen und einen langen Atem. Ein bisschen hier und da reicht nicht.

Das „du“ und die „bunten Räume“ können ein Teil davon sein. Entscheidend ist die Veränderung in den Menschen selbst. Das fängt ganz oben an und hört erst unten auf. Und by the way, gehört vielleicht gerade das „oben-unten“ abgeschafft?

Von Ihrem Vorgehen wird abhängen, ob die Veränderung ein Jahr oder fünf brauchen wird. Und wie holprig oder glatt die Umstellung gelingen kann.

„Vorbildliche“ Führung ist der Schlüssel.

Obwohl von manchen gedanklich fast schon abgeschafft, haben Führungskräfte eine der wesentlichen Schlüsselfunktionen in den Zeiten des Wandels und sind oft selbst nicht ausreichend vorbereitet.

Ein Coach kann helfen

Wenn Sie sich als Unternehmer oder Führungskraft überlegen, wie Sie am besten mit dem Wandel umgehen wollen, dann ist es hilfreich, sich durch einen erfahrenen Coach begleiten zu lassen.

Er unterstützt Sie ganz nach Bedarf in Ihrer Zielfindung, in der Vorbereitung der Umsetzungsschritte und innerhalb des Veränderungsprozesses. Es ist hilfreich, sich in einem ersten Gespräch eine zusätzliche Expertise einzuholen.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • Das die Digitalisierung nur einen Teil der Veränderungen abbildet.
  • Was sich bei den Unternehmen ändert.
  • Das Veränderung einen langen Atem benötigt.

Lesen Sie meinen Beitrag:

Aus der Praxis

Ich komme aus einem Unternehmen, wo über Nacht plötzlich das hierarchieübergreifende „Du“ angeboten wurde. Ich musste ein bisschen darüber schmunzeln, da ich bereits vor knapp 20 Jahren als Führungskraft meinen Mitarbeitern das „du“ angeboten hatte.

Gleichzeitig wurde ein Programm zum Kulturwandel aus der Taufe gehoben. Ich weiß noch genau, wie ich mit allen Top-Managern zu einer großen Veranstaltung eingeladen wurde. Der Vorstand stand geschlossen auf der Bühne und verkündete die Veränderung.

Der Funke sprang damals nicht über. Es gab eine große Skepsis im Raum. Meinen die das jetzt ernst? Sehen Sie das für sich selbst auch so?

Das bringt mich zu zwei Kernaussagen:

Erstens: Die Kulturveränderung startet immer beim Menschen. Auch beim Top-Management. Das klingt banal, macht es aber nicht einfacher.

Zweitens: Es braucht seine Zeit, bis der Mensch sich mit der Veränderung anfreunden kann. In dieser Zeit muss konsequent und manchmal auch mit Härte, das gewünschte Ziel stetig vorangetrieben werden.

Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag: Kulturveränderung: wie funktioniert das?

Smart digital

Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag. Neulich habe ich einen begeisterten Beitrag gelesen, wie die Digitalisierung unser Gepäck weiterentwickeln kann. Überhaupt wird alles „smart“

Da war die Rede von einem digitalisierten Koffer, mit eigenen GPS Sender, Ladestation für das Handy und Verstärkung des Funksignals. Wie schön es doch wäre, wenn man seinen Koffer verliert und dann einfach sein Handy zücken und auf die Suche gehen kann.

Ich fand das sehr Phantasie anregend. In Punkto Diebstahl könnte man ein Alarmsignal auslösen, sobald der Besitzer sich mehr als 5 Meter von seinem Gepäck entfernt. Und ich freue mich schon auf den Moment, wenn plötzlich alle Koffer auf dem Flugplatz ähnlich wie bei einem parkenden Auto, in gegenseitiger Sympathie die Sirene starten. Oder weiter gedacht, die Durchsage im Flugzeug muss geändert werden : „Bitte schalten Sie ihr Handy und ihren Koffer auf Flugmodus“.

Der Koffer bekommt ein kleines Display natürlich mit Touch-Screen, wo der Reisende seinen Urlaubszielort und die Dauer seiner Reise eingeben kann. Beim Packen bekommt er dann mit einer Stimme seiner Wahl, die Frage, ob denn wirklich nur zwei Unterhosen ausreichend sind, und überhaupt müsse vor dem Urlaub noch die Milchtüte im Kühlschrank ausgetrunken werden. Ich könnte das noch eine Weile fortsetzen.

Das Verrückte ist, dass wäre technisch alles möglich. Und vielleicht entwickelt sich doch die eine oder andere brauchbare Idee.

Vielleicht gibt es dann endlich die Funktion, dass mein Koffer selbständig zum Flugplatz fährt und sich selbst eincheckt. Und ich ihn nicht mehr tragen muss, weil er mir folgsam hinterherfährt. Vorsicht Treppe, oups.

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